Der Verbund von Initiativen für Ärzte und Wissenschaft

Gurgeln statt impfen

Gurgeln statt impfen

von Julien Dufayet, Arzt/Internist

Bei der Prävention von COVID-19 sind bislang nicht alle infrage kommenden hygienischen Maßnahmen zum Tragen gekommen. Bereits im Dezember 2020 hat die Deutsche Gesellschaft Für Krankenhaushygiene e.V. Maßnahmen zum Schutz des medizinischen Personals vorgestellt. Schwerpunkt dieser prophylaktischen Empfehlungen war das viruzide Gurgeln sowie die Applikation von virozidem Nasenspray. (1)
Entsprechende Maßnahmen wurden seitens der Regierung nicht an die Bevölkerung herangetragen, obwohl, und hierin schließt sich unsere Forderung der von Professor Zastrow an, hiermit eine bundesweite Prophylaxe vor COVID-19 und somit Virusbekämpfung längst hätte stattfinden können. (2)

Direkt an Verantwortliche der Regierung gerichtete Anregungen von Hygieneexperten wie Professor Zastrow, dem ehemaligen Leiter der STIKO, wurden nicht beantwortet, bzw. mit dem vermeintlichen Fehlen von aussagekräftigen Studien abgetan. (3) Das oben zitierte Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. war nicht nur auf das medizinische Personal gemünzt, sondern auch als offensive und auch an die Regierungsverantwortlichen gerichtete formulierte Anregung, die gesamte, auch nicht medizinische Fachpersonal betreffende Bevölkerung, in diese Form der Prävention mit einzubinden. Weder von der Regierung noch von den „Leitmedien“ ist uns von corona-solution bis heute ein Aufruf an die Bevölkerung bekannt, diese einfache Präventionsform zusätzlich (oder anstelle?) zu Abstandsregeln, Quarantäne oder Tragen von Masken aufzugreifen. Sars-Cov2 wird hauptsächlich aerogen übertragen, durch Tröpfchenaerosole (4).
Die höchste Viruslast liegt im Nasopharynx vor, also tief im Übergang von Nase zu Rachen (5), 5 Tage nach „Inokulation“ des Sars-Cov2-Virus soll die maximale Viruslast in der Nase selbst liegen. (6)

Es ist naheliegend, die Möglichkeit einer Übertragung der Sars-Cov2-Viren prophylaktisch da anzugehen, wo der Hauptübertragungsweg seinen Ausgang nimmt, im Mund- /Rachenraum und in der Nase. Also den Orten, an denen das Virus in unseren Körper eindringt und die maximale Viruslast aufweist.
Wer in Zeiten von Corona beim Zahnarzt behandelt wurde, bzw. selbst in dem Bereich arbeitet, hat bereits erlebt, dass vor einer Behandlung ein Schleimhautantiseptikum über 30 Sekunden bis 60 Sekunden im Mund gespült werden muss.
Diese Maßnahme gilt als Prophylaxe vor Übertragung von Sars-Cov2 Viren und wird in Zahnarztpraxen angewandt zum Schutz von Zahnärzten und zahnmedizinischem Fachpersonal, wo durch Kontakt mit Aerosolen ein erhöhtes Infektionsrisiko für SARS-CoV-2 besteht. (7)
Dieses Vorgehen basiert auf Ergebnissen und Erkenntnissen zahlreicher in-vitro- sowie in-vivo-Studien und gilt damit als wissenschaftlich belegt.
Mundspüllösungen mit PI (Povidon-Iodine, Povidon-Jod) senken signifikant die Viruslast mit Sars-Cov2 im Mund-/Rachenraum. (8,9) Die aktuellen S1-Litlinien der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde werden derzeit um diese Erkenntnisse aktualisiert. (7)

In ihrem Schreiben vom 07.12.2020 führt die Dt. G. f. Krankenhausyhgiene auf, wie auch in Krankenhäusern wie der Universitätsmedizin Greifswald prophylaktische Maßnahmen mit PVP-Iod durchgeführt wurden. (1)
Anwendungsstudien zeigten die Wirksamkeit des Gurgelns von PVP-Jod sogar bei therapeutischer Zielsetzung im Stadium 1 von COVID 19 mit relevanter Senkung der Viruslast. (10)

Povidon-Jod gilt durch seine Wirkung als Halogenfreisetzer und oxidierenden Eigenschaften als Antiseptikum von Wunden, Haut und Schleimhäuten (Betaisodonna Mundspülung) (11), Resistenzbildungen sind nicht bekannt. (12)
Die Wirkung basiert auf der Zerstörung von Zellwand bzw. - hülle von Bakterien, Pilzen und Viren so auch der Virushülle von Sars-CoV2 (11), wie wir oben entnommener in-vivo Studie von Martinez et.al. offensichtlich entnehmen können.

Das Areal mit der höchsten Viruslast, Nasopharynx, also tief im Übergang von Nase zu Rachen wird beim Gurgeln mit nach hinten angelegtem Kopf durch das Schleimhautantiseptikum erreicht und somit desinfiziert.(13) Als Präventivprophylaxe wird das regelmäßige Gurgeln mit 1,25% wässriger PVP-Iod-Lösung angegeben. (1)

Frau Professor Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, sowie Professorin für Medizinische Virologie an der Goethe-Universität, erläuterte und favorisierte die Testung auf Sars-Cov2 mit „Gurgelwasser“, welches eine adäquatere Testung bei weniger Varianz der PCR-Test-Ergebnisse aufweisen würde.

Wenn „Gurgelwasser“ dem relevanteren Nachweis von Viren dient und ein zuverlässiges Korrelat zur Viruslast im Nasopharynx darstellt (14), muss die Schlussfolgerung doch unserer Meinung nach die sein, dass die Desinfektion der Mundhöhle sowie der Nase durch Gurgeln und Spülen mit einem Schleimhautantiseptikum die Viruslast im Mund-/Rachenraum relevant senkt.
Immerhin konnte wie oben gezeigt die Viruslast durch regelmäßige Dekontamination reduziert und der Verlauf der Covid Erkrankung günstig beeinflusst werden (10).

Die Spülung der Nasenhöhlen ist mit regelmäßiger Gabe von Kochsalz und 1,25 % wässriger PVP-Iod-Lösung bei guter Verträglichkeit möglich (1).

Hyperthyreosen unter der Verwendung von Povidon-Jod-Mundspülung werden vom Hersteller als sehr seltene Nebenwirkungen und auch nur bei solch exzessiven Mengen, als dass dies bei oraler Zufuhr möglich sei. (15)

Bei Schwangeren und Alkoholikern sollte auf Povidon-Jod verzichtet werden wegen des hohen Ethanolgehalts und auf die Kombination Mundwässer auf Basis ätherischer Öle verzichtet werden, bei Demenz als Spray. (1)

Sollten Viren, die bereits in die Zellen eingedrungen sind, sich weiter vermehren und zu einer symptomatischen Infektion führen, würde mit täglicher Anwendung der Antiseptika nicht mehr erreicht werden (16). Bei Symptomen sollte der Arzt aufgesucht werden.
Leider wurde es bisher in Deutschland versäumt, mit Ivermectin und Hydroxychloroquin frühsymptomatische Verläufe abzufangen und schwere Verläufe zu vermeiden (17,18). Wieso wurde zudem eine offensichtlich aussichtsreiche Option der Infektionsprophylaxe bzw. Therapie zumindest in frühen COVID-Stadien mit „Camostat“, ein Protease-Inhibitor nicht offiziell und offensichtlich in den Fokus gerückt? Bereits seit Erscheinen der zitierten von Studie von Hofmann et.al. im April 2020 war der Effekt des Wirkstoffs, die Komplexbildung aus TMPRSS2 und ACE2-Rezeptor zu verhindern beschrieben. Die Fähigkeit des Sars-Cov2 in die Zellen wie dem Atemtrakt einzudringen ist abhängig vom ACE2-Rezeptor, auch das war Anfang 2020 schon bekannt (19). Das Präparat ist bislang nur in Japan erhältlich aber wird schon seit einigen Jahren in der Praxis bei anderweitigen Indikationen angewandt (20) mit kalkulierbarem Nebenwirkungsprofil wie Übelkeit, Hautausschlag oder Bauchschmerzen. (21)
Während bei „Camostat“ Langzeiterfahrungen bestehen, wird dieses Präparat nicht als „Notfallzulassung“ in Deutschland und nicht schon 2020 eingesetzt, sondern es verstreicht ein weiteres Jahr, um auf unerforschte COVID-Impfstoffe zu warten und diese als einzige Möglichkeit der “Virusbekämpfung“ deklariert. Wieso, liebe Bundesregierung?

Fazit:

Eine Prophylaxe vor einer COVID-Infektion mit sog. Impfstoffen kann ersetzt werden durch viruzides Gurgeln. Wir fordern die Bundesregierung auf, die COVID-Impfungen einzustellen und erst recht von den avisierten Maßnahmen einer allgemeinen Impfpflicht abzusehen. Eine Präexpositionsprophylaxe mit PVP-Jod stellt eine wissenschaftlich belegte ausreichende Maßnahme der relevanten Senkung der Viruslast dar, die kostengünstig ist, langfristig angewandt werden kann und ein überschaubares Nebenwirkungsprofil aufweist, was von den nebenwirkungsreichen COVID-„Impfstoffen" mitnichten zu behaupten ist. Die Infektionsketten könnten mit dieser simplen Prävention zudem rasch unterbunden und die Epidemie beendet werden, nicht zuletzt weil Mundhöhle, Rachen und Nasenhöhlen präexpositionell angewandt werden können und sollten! Dies führt zwangsläufig dazu, seitens der Behörden verordnete und verpflichtende Tragen zumindest der FFP2-Masken zu beenden. Durch ein Absenken der Viruslast unter die kritische Grenze könnten zudem der Verlauf einer Erkrankung günstig beeinflusst werden.
Dieses Positionspapier hat der Übersicht halber auf weitere, natürliche Mittel zur Prophylaxe wie Granatapfel, Grüner Tee oder ätherische Öle verzichtet, lässt hiermit aber durchblicken, wie groß das Repertoire an weiteren zuverlässigen prophylaktischen Maßnahmen ist und eine COVID-„Impfung“ überflüssig macht.

 

Quellen:

(1) https://www.krankenhaushygiene.de/pdfdata/2020_12_02_Empfehlung-viruzides-gurgeln-nasenspray.pdf, Stand 07.12.2020

(2) Öffentlicher Aufruf an die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Frau Dr. Angela Merkel, vom 25.06.2021, Prof. Zastrow

(3) Kampf gegen Coronavirus: Warum Mundspülungen manchmal gegen Corona helfen können
https://www.youtube.com/watch?v=r-TLg-7_LhQ

Professor Zastrow empfiehlt Mundspülung gegen Viren
https://www.youtube.com/watch?v=8zcYBQQ5aFI

(4) RKI 19.02.2022, https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText5

(5) https://correctiv.org/faktencheck/2020/12/10/deshalb-wird-der-abstrich-fuer-pcr-tests-meist-am-nasenrachen-gemacht/ vom 19.02.2022

(6) https://www.imperial.ac.uk/news/233514/covid-19-human-challenge-study-reveals-detailed/ vom 02.02.2022

(7) https://www.zwp-online.info/zwpnews/dental-news/branchenmeldungen/vor-der-behandlung-povidon-iod-mundspulung-empfohlen vom 29.03.2021

(8) Evelina Statkute et al., “The Virucidal Efficacy of Oral Rinse Components Against SARS-CoV-2 In Vitro”, bioRxiv 2020.11.13.381079; doi: https://doi.org/10.1101/2020.11.13.381079, [Eggers, M., et al., In Vitro Bactericidal and Virucidal Efficacy of Povidone-Iodine Gargle/Mouthwash Against Respiratory and Oral Tract Pathogens. Infectious Diseases and Therapy, 2018. 7(2): p. 249-259]

(9) Seneviratne et al. 2020, Seneviratne: Efficacy of commercial mouth-rinses on SARS-CoV-2 viral load in saliva: randomized control trial in Singapore (c19pvpi.com)

(10) Is povidone iodine mouthwash effective against SARS‐CoV‐2? First in vivo tests
Martínez Lamas et al., Oral Diseases, doi: https://doi.org/10.1111/odi.13526 https://c19pvpi.com/martinezlamas.html vom 02.07.2020

(11) Povidon Iod - Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen | Gelbe Liste Stand 19.10.2016, https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Povidon-iod_27116

(12) https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Povidon_Iod, Stand 19.2.2022

(13) Diese Mundspüllösungen wirken gegen Corona und den Biofilm https://dentalmagazin.de/praxiszahnmedizin/prophylaxe/mundspuelloesung-gegen-corona-und-biofilm/ vom 02.03.2021

(14) https://www.ndr.de/nachrichten/info/57-Coronavirus-Update-Goldstandard-bleibt-der-PCR-Test,podcastcoronavirus244.html#Speicheltest

(15) Beipackzettel Betaisodonna Mundantiseptikum®

(16) https://www.pharmazeutische-zeitung.de/gurgeln-zur-praevention-122686/

(17) DOI: 10.31219/osf.io/9egh4 • Corpus ID: 242925839
Ivermectin for COVID-19 in Peru: 14-fold reduction in nationwide excess deaths, p<0.002 for effect by state, then 13-fold increase after ivermectin use restricted https://www.semanticscholar.org/paper/Ivermectin-for-COVID-19-in-Peru%3A-14-fold-reduction-Chamie-Quintero-Hibberd/211a1c80097e9a53ef94ea8bf246c90458c82577

(18) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16115318/
Virol J. 2005 Aug 22;2:69. doi: 10.1186/1743-422X-2-69. Chloroquine is a potent inhibitor of SARS coronavirus infection and spread
Martin J Vincent 1, Eric Bergeron, Suzanne Benjannet, Bobbie R Erickson, Pierre E Rollin, Thomas G Ksiazek, Nabil G Seidah, Stuart T Nichol

(19) SARS-CoV-2 Cell Entry Depends on ACE2 and TMPRSS2 and Is Blocked by a Clinically Proven Protease Inhibitor Markus Hoffmann,1,13,* Hannah Kleine-Weber,1,2,13 Simon Schroeder,3,4 Nadine Krüger,5,6 Tanja Herrler,7 Sandra Erichsen,8,9 Tobias S. Schiergens,10 Georg Herrler,5 Nai-Huei Wu,5 Andreas Nitsche,11 Marcel A. Müller,3,4,12 Christian Drosten,3,4 and Stefan Pöhlmann1,2,14,*
https://www.cell.com/cell/pdf/S0092-8674(20)30229-4.pdf vom 16.04.2020

(20) SUCHE NACH THERAPIEN GEGEN COVID-19 - Camostat bald in klinischen Studien gegen SARS-CoV-2
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/04/02/camostat-bald-in-klinischen-studien vom 02.04.2020

(21) https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Camostat Stand 28.03.2020

P.S.: In Deutschland ist Betaisodona® Mund-Antiseptikum vorhanden, dies kann mit 3 ml auf 100 ml Wasser verdünnt verwendet werden.

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